Der Stift, der in Meetings mehr sagt als die Visitenkarte — im Set für 45 Euro

Parker IM Duo im Test: Füller und Kugelschreiber mit Etui als Geschenkset — wie sich das Duo schreibt, warum es das sicherste Business-Geschenk ist und welchen Haken der Füller hat.

Thomas Wagner · 3 Min. Lesezeit

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Es gibt einen Moment, in dem ein Stift plötzlich sichtbar wird: wenn der Vertrag auf dem Tisch liegt und jemand nach etwas Schreibbarem sucht. Wer dann einen zerkauten Werbekuli aus der Tasche zieht, hat eine Geschichte erzählt — nur nicht die gewünschte. Die Alternative muss kein Montblanc-Budget kosten: Parkers IM-Serie ist seit Jahren die Antwort der Briten auf genau diese Lücke, und als Duo-Set mit Etui kostet sie um die 45 Euro.

Wir haben das Set einen Monat im Alltag geführt — Füller im Büro, Kugelschreiber unterwegs.

Was im Parker IM Duo steckt

Im flachen Geschenketui liegen zwei Stifte in schwarzem Lack mit Chrom-Details: ein Kugelschreiber mit Druckmechanik und ein Füller mit Edelstahlfeder (Strichbreite M), dazu eine blaue Patrone. Beide Stifte sind aus Metall, angenehm schwer — der Kugelschreiber um die 20 Gramm — und tragen den Pfeil-Clip, an dem man Parker seit fast 100 Jahren erkennt.

Die IM-Serie ist bewusst das Einstiegs-Segment der Marke: gleiche Silhouette wie die teuren Linien, robuste Technik, Großserienpreis. Genau das macht sie zur Geschenk-Institution — der Name auf dem Etui ist bekannt genug, um etwas zu bedeuten, und der Preis bleibt in der Zone, die man unter Kollegen ausgeben darf.

Der Praxistest: vier Wochen Büroalltag

Der Kugelschreiber wanderte in die Jackentasche, der Füller blieb am Schreibtisch — die klassische Arbeitsteilung.

Parker IM Füller und Kugelschreiber mit Etui auf dem Schreibtisch
Schwarzer Lack, Chrom, Pfeil-Clip: das Duo im Etui (Herstellerbild).

Der Kugelschreiber ist der unkomplizierte Teil des Duos: satte Mechanik, sauberer blauer Abstrich, und das Gewicht führt die Hand spürbar ruhiger als jeder Plastikstift. Der Füller ist der charaktervollere: Die M-Feder schreibt nass und weich, Unterschriften sehen damit schlicht besser aus — aber er will gerade gehalten werden und belohnt Hektik mit gelegentlichem harten Start. Nach einer Woche hatte sich die Hand eingeschossen, und seitdem gehen Notizen mit einem Komfort aufs Papier, den man bei Tastaturmenschen erst wieder herstellen muss. Der Auftritt im Meeting funktioniert übrigens genauso zuverlässig wie beim Slim-Portemonnaie: Niemand kommentiert es, alle registrieren es. Zusammen mit dem Hilfiger-Gürtel ist die „erwachsene Grundausstattung” unter 100 Euro komplett.

Der Haken

Der Füller ist ein Commitment. Wer nie mit Feder geschrieben hat, braucht ein paar Tage, bis Haltung und Winkel sitzen — vorher wirkt der Strich kratziger als erwartet. Und Parker legt nur eine Patrone bei: Wer Tinte aus dem Fass nutzen will, muss den Konverter separat kaufen (unter 10 Euro, aber ärgerlich im Geschenkmoment). Für reine Kugelschreiber-Menschen gibt es das IM-Set auch als Doppel-Kuli — als Geschenk für Unbekannte die risikoärmere Wahl.

Für wen sich der Kauf lohnt

Für jeden Anlass, der nach einem Geschenk „mit Gewicht” verlangt, ohne dreistellig zu werden: Beförderung, bestandenes Examen, Jobwechsel, Jubiläum. Und für alle, die im Job viel unterschreiben — ein Stift, den man bewusst führt, ist eines der günstigsten Alltags-Upgrades überhaupt.

Häufige Fragen

Welche Minen und Patronen passen? Standard-Parker: Kugelschreiber nimmt G2-Großraumminen, der Füller Parker-Patronen (Quink) oder — mit separatem Konverter — Flaschentinte.

Ist das Set gravierbar? Ja, die Lackflächen beider Stifte werden von Gravurdiensten standardmäßig angeboten — beliebt bei Firmengeschenken.

Füller oder Kugelschreiber verschenken? Das Duo umgeht genau diese Frage — der Beschenkte entscheidet selbst, was er führt, und das Etui macht beide zum Paar.

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Thomas Wagner

Familienvater, Hobby-Handwerker und der Grund, warum unsere Alltagshelfer-Tests so praxisnah sind. Wenn es seinen Haushalt übersteht, besteht es jeden Test.

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