Das perfekte Geschenk für Menschen, die „nichts brauchen" — und trotzdem sofort mitspielen

Es gibt eine Geschenkkategorie, die nie im Regal verstaubt. Sie fängt bei 15 Euro an.

Miriam Köhler · 3 Min. Lesezeit

Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision — der Preis ändert sich für dich nicht. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selbst kaufen würden.

Wichtige Hinweise: Alle verlinkten Produkte werden über Amazon.de bzw. die dortigen Verkäufer angeboten — Verkauf und Versand erfolgen nicht durch uns. Es gelten das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht sowie die Rückgabe- und Erstattungsbedingungen des Händlers (bei Amazon in der Regel 30 Tage Rückgabe). Preise, Verfügbarkeit und Produktdetails können sich seit Veröffentlichung ändern — verbindlich sind allein die Angaben auf der Händlerseite. Ergebnisse und Erfahrungen können individuell abweichen; dieser Artikel ist eine redaktionelle Einschätzung und keine individuelle Beratung. Beiträge zu Gesundheits-, Pflege- und Sportthemen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Jede Familie hat diese eine Person. Auf die Frage „Was wünschst du dir?” kommt seit Jahren dieselbe Antwort: „Ach, ich brauche nichts.”

Und jedes Jahr stehen alle wieder vor demselben Rätsel — und kaufen am Ende doch wieder Duschgel-Sets, Gutscheine oder den dritten Schal.

Dabei gibt es eine Kategorie, die bei „Ich brauche nichts”-Menschen verblüffend zuverlässig funktioniert. Der Trick: Man schenkt kein Ding. Man schenkt einen Anlass. Ein gutes Spiel ist nämlich in Wahrheit eine Verabredung in Schachtelform — und gegen gemeinsame Zeit hat noch niemand „Ich brauche nichts” gesagt.

Hier sind fünf Kandidaten, sortiert nach Empfängertyp.

Für die Ästhetin: das schönste Spiel im Regal

Azul ist das Spiel, das man auch verschenken könnte, wenn es gar nicht spielbar wäre — so gut sehen die schweren Keramikfliesen aus. Ist es aber: einfache Regeln, 40 Minuten, elegant wie ein Glas Weißwein.

Für den Kopfmenschen: ein Brett, das gerade wieder Statussymbol ist

Seit „Das Damengambit” boomt Schach wie seit Jahrzehnten nicht — und das Brett ist zurück auf dem Couchtisch. Ein magnetisches Premium-Schachspiel aus Holz ist deshalb ein doppeltes Geschenk: ein Spiel für die nächsten dreißig Jahre und ein Einrichtungsgegenstand, der klug aussieht, selbst wenn gerade niemand spielt.

Für die Detektivin: ein Krimi zum Draufzeigen

MicroMacro: Crime City ist das originellste Geschenk dieser Liste: ein riesiger Schwarz-Weiß-Stadtplan im Wimmelbild-Stil, auf dem 16 Kriminalfälle versteckt sind. Man verfolgt Täter über das Blatt wie ein Detektiv — allein mit der Lupe am Sonntagmorgen oder zu zweit am Küchentisch.

Für den Skeptiker: die Schachtel, die sich selbst erklärt

Manche Menschen muss man überlisten. Exploding Kittens schafft das mit Katzen-Cartoons und einer Regel-Erklärung von exakt einer Minute. Es ist klein genug für den Adventskalender, albern genug für den Familienurlaub und war nicht umsonst das meistfinanzierte Spiel der Kickstarter-Geschichte.

Für den, der schon alles hat: das große Kaliber

Und wenn es ein Hauptgeschenk sein soll: Flügelschlag. Das mehrfach ausgezeichnete Strategiespiel über Vögel klingt erst kurios und entpuppt sich dann als das Geschenk, über das noch beim Osterbesuch geredet wird — 170 illustrierte Vogelkarten, pastellfarbene Eier, ein Würfelturm in Futterhausform. Die Sorte Schachtel, die aussieht wie 100 Euro, aber deutlich weniger kostet, und die dem Beschenkten ein neues Hobby schenkt statt eines weiteren Gegenstands.

Die Regel dahinter

Falls du dir nur eins merken willst, dann das: „Ich brauche nichts” heißt übersetzt „Ich habe genug Dinge”. Es heißt nie „Ich habe genug gute Abende”.

Genau deshalb verstauben Spiele nicht im Schrank der schwierigen Beschenkten — sie werden zum Ritual, und der Schenkende sitzt praktischerweise gleich mit am Tisch. Man schenkt also, streng genommen, sich selbst gleich mit.

Was, unter uns, die eleganteste Form von Eigennutz ist, die der Geschenkemarkt derzeit hergibt.

Beauty- & Lifestyle-Redakteurin

Miriam Köhler

Probiert virale Beauty-Trends aus, bevor du dein Geld dafür ausgibst. Zwischen TikTok-Hype und Drogerieregal findet sie das, was wirklich wirkt.

Alle Checks von Miriam →

JBL Go 5

JBL Go 5 im Test: Was der ultraportable Bluetooth-Lautsprecher für unter 50 Euro wirklich leistet, wo er überall mit hinkommt — und wo die Seifengröße an ihre Grenze stößt.

Zum Check →
Jonas Becker ·

Reise-Türalarm

Alarm-Türstopper im Test: Wie der tiiwee Türalarm fremde Zimmer in zwei Sekunden sichert, wie laut 110 Dezibel wirklich sind — und wo der Keil an seine Grenzen kommt.

Zum Check →
Lena Hartmann ·

Hat dir der Check geholfen?

Der nächste kommt direkt ins Postfach — eine Mail pro Woche, kein Spam.