Das daumengroße Ladegerät, das den ganzen Kabelsalat in deiner Schublade ersetzt

Ein Stecker, 30 Watt, kleiner als eine Streichholzschachtel: Warum das Anker-Ladegerät seit Monaten die Zubehör-Charts anführt — und welches Detail kaum jemand kennt.

Jonas Becker · 2 Min. Lesezeit

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Öffne die Schublade neben deinem Bett. Na? Drei alte Netzteile, zwei davon von Handys, die du längst verkauft hast, und keins lädt schneller als eine Schnecke.

Genau gegen diese Schublade ist das kleine weiße Ding gebaut, das seit Monaten in den Amazon-Zubehör-Charts steht: das Anker Nano Ladegerät mit 30 Watt — kaum größer als ein Zuckerwürfel mit Steckern.

Warum 30 Watt die magische Zahl sind

Die Netzteile, die früher Handys beilagen, hatten 5 Watt. Das Anker-Teil hat sechsmal so viel — genug, um ein modernes iPhone oder Android in rund einer halben Stunde auf über 50 % zu bringen. Genug auch für Tablets, Kopfhörer, Kindle und die Smartwatch.

Der eigentliche Trick ist aber die Größe: Das Nano ist so klein, dass es hinter dem Nachttisch verschwindet, in jede Jackentasche passt und im Handgepäck schlicht keine Rolle spielt.

Der Test: eine Woche nur mit dem Nano

Wir haben eine Woche lang alles ausschließlich über das Nano geladen. Ergebnis: Das iPhone war morgens beim Kaffee wieder voll, das iPad über Nacht sowieso, und die Kopfhörer nebenbei in der Mittagspause.

Anker Nano 30W neben Tablet und iPhone
Kaum größer als ein Zuckerwürfel — und lädt trotzdem alles (Herstellerbild).

Auffällig: Das Teil bleibt dabei erstaunlich kühl — billige No-Name-Netzteile werden bei Schnellladung gern handwarm bis heiß. Ankers Ruf kommt nicht von ungefähr; die Firma baut seit Jahren fast nichts anderes als Ladetechnik.

Der Haken

Jetzt zum angekündigten Haken: Im Karton liegt kein Kabel. Wer noch mit einem alten USB-A-Kabel unterwegs ist, lädt hier gar nichts. Ein solides USB-C-auf-C-Kabel kostet als Zweierpack unter zehn Euro — einmal mitbestellen, Thema erledigt.

Für wen sich der Kauf lohnt

Kurz gesagt: für jeden, der noch mit dem Uralt-Würfel von 2017 lädt. Der Unterschied ist keine Nuance — es ist der Unterschied zwischen „Handy über Nacht anstöpseln” und „kurz vor dem Rausgehen 20 Minuten nachtanken”.

Und weil das Nano so günstig ist, endet es bei den meisten wie bei uns: Man kauft eins zum Testen — und zwei Wochen später steckt in jedem Zimmer eins.

Technik-Redakteur

Jonas Becker

Testet Powerbanks, Kopfhörer und smarte Gadgets im Alltag statt im Labor. Sein Rucksack ist das härteste Testgerät der Redaktion.

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